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www.birdy-freunde.de/changelog/reifenkunde.html - ausgedruckt am 03.09.2010
Welche Reifen gibt es? Welcher Reifen für mich? Der richtige Luftdruck
Das Birdy ist mit der ungewöhnlichen Reifengröße von 355 mm (18") ausgestattet. (Die allerersten Birdy-Modelle mit 17"-Reifen lassen wir hier mal unberücksichtigt. Für das Jubiläums-Birdy, das mit einer Reifengröße von 406 mm (20") ausgestattet ist, siehe unten.) In den Anfängen des Birdy war man auf den von r-m gelieferten Reifen angewiesen. Das war ein Reifen, der laut Aufdruck mit 35 psi (rund 2,5 bar) Druck gefahren werden durfte. Die Pannenresistenz und Haltbarkeit waren nicht beeindruckend.
Inzwischen sieht die Lage anders aus. Der Nachfolger dieses ersten Birdy-Reifens sah äußerlich genau so aus, der Aufdruck auf der Flanke verriet aber, dass es sich um ein verbessertes Modell handeln musste: Der Nenndruck betrug 80 psi ( 5,5 bar). Der Nachfolger "Road" wurde von Maxxis hergestellt und ist bis 90 psi (6,5 bar) aufzupumpen. Außerdem wird die Pannenresistenz durch eine Kevlareinlage erhöht. Die Nennbreite dieser Reifen ist 40 Millimeter.
Vorsicht beim Aufrüsten vom Niederdruckreifen (2,5 bar) auf Hochdruckreifen! Beim Aufziehen eines Reifens mit höherem Nenndruck als der Originalreifen muss gegebenenfalls auch das Felgenband (bedeckt die Nippellöcher des Felgenbodens und bewahrt den Schlauch vor Beschädigung) gewechselt werden. Das Felgenband muss dem angestrebten Reifendruck gewachsen sein. Ansonsten wird der Schlauch das Felgenband durch die Nippellöcher drücken. In der Folge bekommt das Felgenband Löcher und schützt den Schlauch nicht mehr.
Wie kann man diese Reifen unterscheiden? Weiter unten gibt es ein paar Bilder und Beschreibungen aller drei Generationen.
Neben diesen genannten Reifen gibt es als original Birdy-Zubehör auch noch den MTB-Reifen, der eine verbesserte Version des Schwalbe Cruiser II darstellt. Für diesen Reifen ist der Schlauch SV5A von Bohle oder eine vergleichbare Größe eines anderen Herstellers die richtige Wahl.
Bis Herbst 2006 gab es von Bohle den Schwalbe Marathon. Der lange Zeit erhältliche Stelvio wird vom Kojak abgelöst.
Aktuell sind vier Reifen der Marke Schwalbe in Birdy-Größe erhältlich (alles Herstellerangaben):
| Kojak | Marathon plus | Marathon racer | Big Apple | |
|---|---|---|---|---|
| Typ | Faltreifen | Drahtreifen | Drahtreifen Faltreifen |
Drahtreifen |
| Größe | 32-355 | 35-355 | 40-355 | 50-355 |
| Gewicht | 185 g | 510 g | 315 g (Drahtreifen) 265 g (Faltreifen) |
495 g |
| Druck | 5,0-8,0 bar | 4,0-6,5 bar | 3,5-6,0 bar | 2,0-5,0 bar |
| Schwerpunkt | Geschwindigkeit | Pannenschutz Lebensdauer |
Geschwindigkeit | Komfort |
| passender Schlauch | SV4 | SV5 | SV5 | SV5A |
| Anmerkung | Montage erst ab Modelljahr 2002 möglich, ggf. müssen die Schutzbleche neu justiert werden. Die Halteschraube an der Vorderradgabel muss ohne Mutter ganz eingedreht werden. |
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1. Generation |
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| Obwohl das Profil schon recht abgefahren ist, ist es noch recht gut zu erkennen. |
Bis 35 psi (2,5 bar) Nenndruck, Nennbreite 40 mm. Mit einem Druck von rund 6 bar hält der Reifen auch wesentlich länger und ist wenig pannenanfällig (mind. 4.000 km am Vorderrad). (Diese starke Drucküberschreitung geschieht natürlich auf eigene Gefahr!) |
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| Zwischen der ersten und der zweiten Generation gab es für kurze Zeit einen Reifen, der für 6 bar ausgelegt war. Unzulässig hohe Fertigungstoleranzen ließen ihn aber wieder schnell vom Markt verschwinden, um den Weg für die 2. Generation frei zu machen. |
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| 2. Generation (ab 3/1997) | ![]() |
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| Das Profil ist gegenüber der ersten Generation unverändert. |
Bis 80 psi (5,5 bar), Nennbreite 40 mm. |
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| 3. Generation (seit 12/1999) | ![]() |
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| Das Profil unterscheidet sich deutlich von dem der ersten beiden Generation. |
Bis 90 psi (6,5 bar), Nennbreite 37 mm. Der Reifen hat einen Reflexstreifen. Die Angabe des Maximal-Drucks liegt auf dem Reflexstreifen. Sie ist deshalb etwas schwer zu erkennen (und zu fotografieren). Die Flanke trägt außerdem einen roten Hersteller-Aufdruck (Maxxis), einen gelben Birdy-Schriftzug sowie dazwischen einen Aufdruck "Kevlar® inside". |
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MTB-Reifen |
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Der MTB-Reifen stammt von Schwalbe. Dabei handelt es sich um einen speziell für das Birdy modifizierten "Cruiser II". Er hat wie die anderen Reifen für das Birdy einen Reflexstreifen und eine Black Skin-Seitenwand. Der Reifen ist im Schwalbe-Katalog nicht zu finden. Auch wenn auf der Seitenwand ein Maximaldruck von 3 bar angegeben ist, darf er nach Angaben von riese und müller mit 4,5 bar gefahren werden. Der Reifen mit 47 mm breiter als die anderen Reifen. Der Cruiser II selbst ist als Reifen für Kinderräder konzipiert und damit nicht für das Gewicht eines Erwachsenen ausgelegt. Den Cruiser II an Stelle des Birdy-MTB-Reifens zu wählen, ist deshalb keine gute Idee. Der Reifen passt nur an Birdys ab Modelljahr 2002. Das Foto, aufgenommen im Frühjahr 2002, zeigt noch den Vorgänger, ein Reifen des Taiwanesischen Herstellers LiHSiN/Kenda. Der Nenndruck liegt bei 50 psi (3,5 bar). Er ist für ältere Modelle als Modelljahr 2002 noch lieferbar. |
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Das Jubiläums-Birdy ist mit der Reifengröße von 406 mm (20") ausgestattet. Die Reifenauswahl ist damit größer, aber nicht beliebig. Denn das Jubiläums-Birdy verlangt relativ schmale Reifen, weil der Rahmen nicht mehr Platz lässt. Der an der Rennradversion serienmäßige Stelvio hat 28 Millimeter Nennbreite (28-355). Der an der MTB-Version montierte Schwalbe Marathon Slick hat 35 mm Nennbreite (35-355) und lässt nur noch rund 1 bis 2 mm Platz zum Schutzblech. Der Marathon Slick ist wie der Stelvio recht empfindlich gegen Durchstiche.
Der Marathon Plus (35-355) ist wesentlich pannenresistenter ("unplattbar"). Aber er ist ungefähr genau so hoch wie der Slick, läuft also genau so eng unter dem Schutzblech. Gerade bei Nässe haften mehr Fremdkörper am Reifen, was für den Einsatz des Marathon Plus besonders im Herbst und Winter spricht. Andererseits bleibt auf unbefestigten Wegen mehr Schmutz am Profil des Marathon Plus hängen, der dann schnell am Schutzblech schleift.
Der BMX-Faltreifen Mow Joe (Schwalbe) mit Seitenwänden dünn wie ein Stelvio rollt sehr leicht. Der schmale Mow Joe 37-406 lässt beim Maximaldruck von 7 bar vorne rund fünf Millimeter Platz zur Gabelkrone. Ein Schutzblech müsste also direkt unter der Schwinge ohne Plastikspacer befestigt werden. Möglicherweise
ist auch noch eine seitliche Anpassung fällig. Hinten ist hingegen mehr Platz.
Der breite Mow Joe 47-406 schleift hinten schon bei Minimaldruck 3,0 bar, vorn ist die Montage dann natürlich auch nicht möglich. Der neue (2008) Mow Joe 50-406 passt also erst recht nicht.
Im Gegensatz zum regulären Birdy bekommt man für das Jubi-Birdy zwar Spikereifen im Handel. Der Platz ist allerdings sehr eng: Der Marathon Winter 42-406 (fühlt sich in der Hand an wie ein schwerer alter Marathon) passt hinten mit Platz für ein Schutzblech. Bei Minimaldruck bleiben zwei Millimeter Platz. Vorne passt er nur bei Minimaldruck 2,0 bar bis 2,5 bar und ohne Schutzblech. Schon bei 3,0 bar berührt er die Krone der Schwinge. Spikereifen am Jubi-Birdy sind also nicht empfehlenswert.
Der Maximaldruck ist auf der Reifenflanke und oben in der Reifenkunde angegeben. Bei der Umrechnung von psi (pounds per square inch) hilft ein Blick in die Drucktabelle.
Die Einhaltung des Maximaldrucks sorgt für maximale Pannenresistenz und minimalen Rollwiderstand. Man kann den Druck aber auch unterhalb des Maximalwerts halten. Zu niedrig sollte er aber nicht sein, weil sonst bei Straßenunebenheiten die Felge auf die Straße aufsetzt und den Schlauch durchschlagen kann. Zur Ermittlung des minimalen Reifendrucks gibt r-m für Birdy-Reifen die folgende Formel an:
Gewicht (Fahrrad + Fahrer + Gepäck) / 25 = minimaler Druck in Bar
Der Umrechnungsfaktor zwischen bar und psi (pounds per square inch) ist 0,07:
| 8 bar | 115 psi |
| 7 bar | 100 psi |
| 6 bar | 85 psi |
| 5 bar | 70 psi |
| 4 bar | 55 psi |
| 3 bar | 45 psi |
| 2 bar | 30 psi |
| 1 bar | 15 psi |
Da ein Reifen mit der Zeit Luft verliert, muss der Druck regelmäßig überprüft und ggf. nachgepumpt werden. Ein Reifen, der mit zu geringem Druck gefahren wird, verschleißt schneller, ist pannenanfälliger und rollt schlechter.
www.birdy-freunde.de/changelog/reifenkunde.html - ausgedruckt am 03.09.2010