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www.birdy-freunde.de/events/origami/koeln-050403.html - ausgedruckt am 04.02.2012
Von Bernd Kloeckner
Bei fast perfektem Radfahrwetter fanden sich am abgelegenen "Bahnhof" von Bergheim-Glesch für den zweiten Teil der Origami-Erftradtour zweiundzwanzig (sic!) Teilnehmer auf zwanzig Fahrrädern ein - ich fass' es immer noch nicht! Nicht-Rheinländer kamen u.a aus Gießen und Frankfurt, die weiteste Anreise hatten allerdings Rudi und Rob aus Amsterdam bzw. Haarlem.
Und es gab auch ein paar Faltrad-Exoten: Neben den üblichen Birdies und Bromptons (ich habe diesmal _nicht_ gezählt!) gab es ein Dahon (das weltweit meistverkaufte Faltrad - wo sind die sonst alle?), ein di Blasi und ein zerlegbares Tandem aus der Klapprad-Ära, vom Flohmarkt geholt und liebevoll restauriert von Marion und Erich aus Köln.
Auf dem Bild ist auch das "große" Tandem von Astrid und Michael zu sehen, dank SMS-Kupplungen ebenfalls zerlegbar.
So ein Troß von 20 Fahrrädern bewegt sich dann aber doch erheblich langsamer als nur eine Handvoll. Im Winter waren wir ja auch schon zu zehnt gewesen, aber da hatte uns die Kälte vorwärts getrieben. Diesmal ging es ziemlich gemütlich zu! Dank der mit Gruppentouren erfahrenen Teilnehmer vom ADFC Grevenbroich hielt das Feld aber zusammen (Dank an den Mann mit der gelben Weste!).

Die schon im Vorjahr aufgefallene exzellente Beschilderung des Erftradweges machte auch den Aufenthalt in Bergheim etwas länger als nötig. Zwischendurch haben wir es mal kurz mit Hartwigs GPS versucht,
aber letztlich halfen dann doch Orientierungssinn (Sonnenstand!) und etwas Ortskenntnis weiter. Ab Bergheim verläßt der Weg die Erft kaum mehr, und es gab keine weiteren Probleme dieser Art. Kurze Pause am rekultivierten Tagebau Frechen, dort, wo vor 50 Jahren mal das Dorf Mödrath stand. Vom Tagebau ist inzwischen nichts mehr zu sehen, und das neuentstandene Feld zwischen Kerpen und Frechen hat inzwischen auch den Namen "Marienfeld" erhalten: hier soll im Sommer der katholische Weltjugendtag seinen Abschluß finden.
Der angesichts des guten Wetters zu befürchtende Massenansturm auf das Mittelstück des Erftradwegs (meine "Hausstrecke" - aber bei schönem Wetter im Sommer: nie!) hielt sich glücklicherweise in Grenzen, und bald war Schloß Gracht in Liblar erreicht. Hier haben wir über das Schloß und den Sohn des Ortes Carl Schurz vom ortsansässigen Teilnehmer Reiner Wissenswertes gehört und uns dann zum Gruppenfoto aufgestellt; Herr Schurz (ganz rechts) durfte mit aufs Bild.
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Bis zur örtlichen Freiluftgastronomie hatte sich das Wetter noch nicht herumgesprochen - der angestrebte Biergarten in Bliesheim war noch geschlossen; der, an den wir weiter verwiesen wurden, ebenfalls :-( Mit hängenden Zungen haben wir uns dann bis Weilerswist durchgeschlagen, wo sich dann aber ein sehr brauchbarer Ersatz im Innenhof eines Gasthofs fand. Für die gut 40 km hierhin hatten wir fast 5 Stunden gebraucht (wie gesagt, mit so vielen geht's etwas langsamer), und so haben die meisten Teilnehmer beschlossen, die Tour hier zu beenden. Drei aufrechte haben aber durchgehalten und sind noch bis Euskirchen gefahren. Wir anderen müssen dann wohl im Herbst ein bißchen früher aufstehen und den Rest absolvieren, bevor es dann auf den letzten Abschnitt der Erfttour bis zur Quelle bei Holzweiler geht. Ich hoffe, ich sehe viele von Euch dann wieder - es war sehr nett!
Weitere Bilder gibt es auf der Website von Frank Anderhalden.
www.birdy-freunde.de/events/origami/koeln-050403.html - ausgedruckt am 04.02.2012