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www.birdy-freunde.de/events/origami/niederlande-060903.html - ausgedruckt am 07.02.2012

Niederländische Origami-Tour

3. September 2006

 

Jan Berkelder & Roland Elsenberg
Es hätte ein Blitzstart sein sollen. Die erste echte Origami-Tour in den Niederlanden. Das Land, in dem sich Falt- und Klappräder auf die Bahnsteige zurück gezogen haben; wo man nur lächelt, wenn man einem Erwachsenen auf so einer Prothese mit Speichen begegnet, sollte bekannt gemacht werden mit Faltradkultur.

Die Vorzeichen waren gut. Großzügiger Einsatz von Werbung führte zu sehr vielen postiven Reaktionen. Auf vielen touristischen Websites war die Tour angekündigt und sogar kommerzielle Hi-jack-Websites missbrauchten die Ankündigung.

Es gab aber Regen. Nicht einfach viel Regen. Es gab nur Regen. Statt der zumindest erwarteten 60 Teilnehmer erschienen nur tapfere sechs an der Station Wolfheze.

Gruppenfoto am Start

Der Eigentümer vom Bahnhofsladen, Hans Bennink, hatte sein Geschäft speziell für uns geöffnet und schenkte uns heißen Kaffee zum Trost. Es gab aber noch eine Überraschung. Der lokale Moped-Händler Paul Hendriks zeigte uns ein Exemplar aus seiner Sammlung Trophäen vom September 1944. Genau vor 62 Jahren gab es in und um Wolfheze die Luftlandungen im Rahmen der berühmten Operation "Market Garden", die zur Befreiung von den Nazis führen sollte. Mit Segelflugzeugen wurden unzählbare Mannschaften und Vorräte gebracht. Darunter Falträder, produziert von BSA.

Hier am Bahnhof jetzt zusammen mit dem Jubi-Birdy.

Kriegsfalter mit Jubi-Birdy

Und dann fuhren wir los, bald wie ein Rudel begossener Pudel. Die Tour war wunderschön und eigentlich dem Wasser gewidmet. Von der Veluwemoräne strömen Bäche durch herrliche Täler zum Rhein. Die Bäche sorgen für eine reiche Vegetation und Trinkwasser für das Wild. Sie sorgten aber auch für Wohlstand duch frühe Papierproduktion und Wäschereien. Jetzt werden die Täler vor dem Wohlstand geschützt.

Mitten durchs Naturschutzgebiet

Die Mittagspause wurde in einem schönen Bauernhof am Bach aus dem 17. Jahrhundert verbracht: Everwijnsgoed. Menü: Waldpilzsuppe und Poffertjes. Für die Kunstausstellungen, die zur gleichen Zeit dort stattfanden, hatten wir leider kaum Interesse. Trocken und warm werden war nur noch unser primäres Bedürfnis.

Mittagspause im Bauernhof

Die Abwechslung in der Landschaft ist beeindruckend: Wald, Heide, die Täler mit Bächen, Salamanderteiche und sogar wilde Kühe:

Wilde Kühe

Nach einer Stunde lockte wieder die Gaststätte, diesmal im Restaurant vom mittelalterlichen Kasteel Doorwerth am Rhein. Das letzte Gruppenfoto sollte natürlich eins mit Falträdern auf der Faltbrücke sein.

Falträder auf Faltbrücke

Dann noch die übliche Fahrzeugstatistik:
2 Bromptons, 2 Birdys, 1 Batavus-Dahon, 1 Dahon Jetstream (mit Parallelogrammfederung vorne). Und 1 Deutscher, 5 Niederländer, 1 Politiker und 5 Wähler.

 

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© 2006 - letzte Aktualisierung: 08.09.2006
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