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www.birdy-freunde.de/faq/index.html - ausgedruckt am 10.03.2010
(Frequently asked questions - häufig gestellte Fragen)
(Sammlung häufig registrierter Anfragen)
Ein Faltrad lässt sich schnell und einfach ohne Werkzeug zusammenfalten, um es besser transportieren oder lagern zu können.
Von den Falträdern können "Zerlegeräder" unterschieden werden. Während Falträder auch nach dem Falten aus einem Stück bestehen, werden "Zerlegeräder" wirklich in mehrere Teile zerlegt. Ein typisches Beispiel dafür ist das Moulton. Auch das Bike Friday muss für ein optimales Packmaß zerlegt werden.
Das Birdy ist eine "Erfindung" von riese und müller in Darmstadt. Es kam 1995 auf den Markt und wurde seither weiterentwickelt. Das Grundkonzept hat sich dabei aber nicht verändert. Das Birdy ist ein Faltrad, das Fahrverhalten und Fahrspaß sowie Packmaß und Faltbarkeit sehr gut vereint. Es kommt ohne Gelenke im Hauptrahmen aus und ist voll gefedert. Die Vorderradfederung ist als "geschobene Schwinge" realisiert. Sie ist im Gegensatz zu Teleskopfederungen wartungsfrei und taucht beim Bremsen nicht ein. Die Federungsgelenke an Gabel und Hinterbau werden gleichzeitig als Faltgelenke verwendet.
Der Rahmen ist komplett aus Aluminium. Das leichteste Modell wiegt nach Herstellerangaben 10,4 kg, das schwerste 11,7 kg. Das Packmaß aller Modelle ist 79x61x36 cm.
Das Gewicht variiert von Modell zu Modell und liegt zwischen 10,4 und 11,7 kg. Diese Angaben beziehen sich auf die Grundausstattung. Extras wie Schutzbleche, Gepäckträger und Beleuchtung erhöhen das Gewicht natürlich.
Ein Faltrad kann man überall mit hinnehmen. Es passt in den Zug, egal ob im Nah- oder Fernverkehr, Bummelzug oder ICE. Es zählt als Handgepäck, kostet also nicht extra. Mitnahmebeschränkungen gibt es nicht. Auch auf der Fähre, im Auto oder im Flugzeug können wir es mitnehmen. Ein Faltrad bringt uns also unbeschränkte Mobilität, weil wir es immer dabei haben können.
Unter www.bahn.de/p/view/service/fahrrad/mitnahme/07rad_fahrradzuege.shtml heißt es: "Demontierte und komplett verpackte handelsübliche Fahrräder sowie zusammengeklappte Fahrräder (letztere auch unverpackt) können als kostenloses Handgepäck mitgenommen werden, sofern diese unter bzw. über dem Sitz sicher verstaut werden können."
Dieser Absatz findet sich auch in der in den Reisecentern erhältlichen Broschüre.
Bei den Zugbegleitern und sogar bei der Fahrradhotline der Bahn ist diese Regelung nicht immer bekannt, das hat schon zu ernsthaften Problemen geführt. Ein Birdy-Fahrer wurde des Zuges verwiesen. Es empfiehlt sich also unbedingt, das Fahrrad trotz der aktuell gültigen Regelung in einer Hülle einzupacken oder die Broschüre mitzuführen. Wichtig ist in jedem Fall, dass dieser Passus nur für den Fernverkehr gilt. Für den Nahverkehr gelten ggf. unterschiedliche Regelungen der Verkehrsverbünde oder der regionalen Bahngesellschaften.
In den oben genannten Formulierungen der Bahn AG werden verpackte Falter als Handgepäck betrachtet. An anderer Stelle wurden sie auch mal als Traglast eingestuft. Zum Thema Traglast heißt es in den "Beförderungsbedingungen für Personen durch die Unternehmen der Deutschen Bahn AG (BB Personenverkehr)" unter Nr. 7.1:
"Neben Handgepäck darf der Reisende ein Stück Traglast mit sich führen. Traglasten sind Gegenstände, die – ohne Handgepäck zu sein – von einer Person getragen werden können.
Im Übrigen kann der Reisende Gepäck als Reisegepäck gemäß den hierfür geltenden Bestimmungen aufgeben."
Die "Eisenbahn-Verkehrsordnung" (EVO) gilt auf allen dem öffentlichen Verkehr dienenden Eisenbahnen in der Bundesrepublik Deutschland und besagt in § 16, Abs. 1 zum Begriff "Handgepäck":
"Der Reisende darf leicht tragbare Gegenstände (Handgepäck) unentgeltlich in die Personenwagen mitnehmen. Dem Reisenden steht für sein Handgepäck nur der Raum über und unter seinem Sitzplatz zur Verfügung. Reisende, denen kein Sitzplatz angewiesen werden kann, haben wegen der Unterbringung ihres Handgepäcks die Anordnungen des Eisenbahnpersonals zu befolgen."
Größenangaben für Handgepäck oder Traglasten gibt es nicht, beim Handgepäck ergibt sich die maximale Größe lediglich durch die zur Verfügung stehenden Stauräme am Sitzplatz. Größenbeschränkungen gibt es lediglich bei Reisegepäck. Reisegepäck bedeutet: Gepäckaufgabe, Transport von Haus zu Haus,
kostenpflichtig. Dort finden sich die oft zitierten 1,5 Meter für Normalgepäck, für verpackte Sportgeräte bis 3 Meter. Das ist aber für uns nicht von Bedeutung, da wir das Faltrad nicht als Reisegepäck aufgeben wollen.
Hier der Vollständigkeit halber der Auszug aus den Beförderungsbedingungen für Reisegepäck:
Nr. 2.1: "Das Reisegepäck wird von Haus zu Haus befördert. Die Übergabe erfolgt an den mit den Reisenden vereinbarten Übergabeorten."
Nr. 2.2: "Zur Beförderung als Normalgepäck sind Gegenstände zugelassen, die in Koffern, Reisetaschen, Reisesäcken, Rucksäcken, Leichtmetall- oder Kunststoffboxen verpackt sind, sofern diese eine Länge von 1,50 m, einen Umfang von 3,00 m sowie ein Gewicht von 30 kg nicht überschreiten. Der Preis für das 1. Stück betrügt 14,30 €, je weiteres Stück sind 9,20 € zu zahlen." (Preise von Juni 2006)
Nr. 2.3: "Zur Beförderung als Sondergepäck sind ferner zugelassen:
(I) Kinderwagen
(II) Krankenfahrstühle bis zu einem Höchstgewicht von 100 kg
(III) sonstige orthopädische Hilfsmittel
(IV) verpackte Sportgeräte mit einer Länge von max. 3,00 m und einem Gewicht von max. 30 kg
(V) verpackte Fahrräder mit und ohne elektrischem Zusatzantrieb, jedoch keine Tandems, Dreiräder, Liegefahrräder oder Fahrräder mit Verbrennungsmotoren
Der Preis für das 1. Stück beträgt 23,50 €, je weiteres Stück sind 18,40 € zu zahlen." (Preise von Juni 2006)
Nr. 4.2: "Die Annahme von Reisegepäck erfolgt nur gegen Vorlage einer für die Beförderungsstrecke ausgestellten, gültigen Fahrkarte."
Nr. 5: "Der Auftrag zur Gepäckbeförderung kann bis 12.00 Uhr des dem vereinbarten Abholtermins vorangehenden Werktages kostenfrei storniert werden. Nach diesem Zeitpunkt ist eine Erstattung der Gepäckfracht ausgeschlossen."
Das Birdy in vollen Zügen genießen ...
Wenn ich hier behaupten würde, ein Faltrad hätte keine Nachteile, würde mir das natürlich keiner glauben. Natürlich müssen die vielen Vorteile durch einige Nebenwirkungen erkauft werden:
Es gibt verschiedene Modelle, über die die Website von riese und müller ausführlich informiert: r-m.de/produkte/produktfinder/faltgenie/
Das Birdy wird in nur einer Rahmengröße produziert, ist aber in weiten Grenzen einstellbar (s.u.).
Das Birdy ist laut r-m einstellbar für Personen zwischen 1,60 m und 1,95-2 m. Der Abstand zwischen Sattel und Lenker lässt sich durch Austausch des Vorbaus bei Bedarf anpassen.
Aktuelle Birdys dürfen mit insgesamt 120 kg (Fahrer + Gepäck) belastet werden. Dabei dürfen 12 kg auf dem hinteren Gepäckträger und 10 kg am Lowrider untergebracht werden. Der Expeditionsgepäckträger ist abweichend davon mit bis zu 15 kg belastbar. Ältere Birdys sind je nach Modelljahr etwas weniger belastbar (105 kg).
Ja und nein. Ein so leichtes und kleines Rad kann natürlich leicht weggetragen werden. Wenn man es irgendwo abstellt, muss es deshalb nicht nur ab-, sondern auch festgeschlossen werden. Eine angemessene Sicherung empfiehlt sich übrigens bei jedem Rad. Einige praxiserprobte Tips haben wir zusammengetragen.
Ein Charakteristikum des Faltrades ist aber auch, dass man es oft auch mitnehmen kann, anstatt es abzustellen.
Ein Faltrad ist ein besonderes Rad, der Verkauf aufgrund des recht kleinen Marktes nicht unauffällig.
Es kommt vor, dass Falträder gestohlen werden. Jeder Bestohlene kann sein Rad in unsere Liste eintragen, jeder, der ein Rad gebraucht kauft, kann in unserer Liste nachschauen, ob das angebotene Rad hier als gestohlen gemeldet wurde.
Zur Identifizierung kann man in den Rahmen des Birdy einen Code gravieren lassen. Auf Anfrage hat riese und müller bestätigt, dass die Rahmengarantie dadurch nicht betroffen wird. Als Ort für die Gravur gibt r-m beim Birdy das Steuerrohr oder Sitzrohr an. Die Codierung wird von vielen Fachhändlern sowie vom ADFC durchgeführt.
Einige Zeit lang waren Birdys unter dem Markennamen "Peugeot" (Modell "Pacific-18") sowie ähnliche, aber ungefederte und/oder nicht faltbare Fahrräder unter dem Namen "Peugeot Colibri" auf dem Markt. Eine Bildersuche bei Google nach "Peugeot colibri" und "Peugeot pacific" gibt einen guten Überblick. Der japanische Distributor hatte seinerzeit die entsprechenden Namensrechte und nutzte den Namen, weil Peugeot eine positiv besetzte Fahrradmarke war. In den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts produzierte Peugeot auch Klappräder, die wohl zu den besseren Modellen gehörten. Um 2003 sind die Namensrechte ausgelaufen. Aktuell wird das Birdy in Japan unter dem namen BD-1 und BD-3 sowie als Bianchi fretta verkauft. Das Bianchi war zumindest zeitweise auch in Amerika erhältlich.
Das Birdy ist im zusammengefalteten Zustand 79x61x36 cm klein. Damit lässt es sich problemlos verstauen. Wenn im Einzelfall der Stauraum nicht reicht, kann man das Packmaß noch weiter verkleinern, indem man den Sattel samt Sattelstütze herauszieht, das Vorderrad entfernt und die Pedale abschraubt.
Der Faltvorgang ist sehr einfach, aber dennoch effektiv. Er besteht aus wenigen Handgriffen und dauert 15 bis maximal 30 Sekunden.
Die Faltgelenke dienen auch der Federung. Die Beanspruchung der Gelenke entsteht deshalb mehr im normalen Fahrbetrieb. Das Falten ist da eher die geringste Belastung für die Gelenke. Das einzige Gelenk, dass nur faltet und nicht federt ist das Gelenk am Vorbau. Aber das ist recht solide. Irgendwann können die beiden Bolzen leiern. Aber das auch mehr durch die Belastung des Lenkers beim Fahren, weniger durch das Falten an sich. Und die Bolzen kann man austauschen. Die Erfahrung zeigt, dass sie mindestens 9.000 km halten.
Etwas Vorsicht ist beim Falten beim hinteren Schutzblech angebracht, wenn es nicht durch den (ungefederten) SL-Gepäckträger geschützt ist. Auch die Brems- und Schaltzüge können geknickt werden, wenn er nicht richtig geführt wird. Es ist wichtig, dass sie stets leicht durch die beiden großen Ösen unter dem Oberrohr gleiten kann. Ansonsten gehört das Falten zur Funktion des Birdy und verusacht keinen Schaden.
Nein. Die gesamte Mechanik ist so aufgebaut und gesichert, dass sie nur gewollt und kontrolliert falten kann.
Die Brems- und Schaltzüge sowie die Lichtkabel (soweit eine Dynamo-betriebene Lichtanlage montiert ist) sind so verlegt, dass sie nicht reißen oder brechen.
Nein. Die kleinen Laufräder werden durch eine größere Übersetzung des Antriebs ausgeglichen. Mit dem Birdy fährt es sich deshalb genau so schnell und mit gleicher Trittfrequenz wie mit einem konventionellen Rad. Die Entfaltung (das ist die Strecke, die man mit einer Kurbelumdrehung zurücklegt) liegt je nach Modell zwischen 2,03 im niedrigsten und 9,75 m im höchsten Gang.
Wer die Übersetzungen und Entfaltungen nachrechnen möchte, kann dazu unseren Übersetzungsrechner verwenden. Die Excel 97-Datei ist vorbereitet für alle gängigen Gangschaltungen sowie für die 14-Gang-Nabe von Rohloff, SRAM DualDrive und das speed-drive Tretlagergetriebe von Schlumpf.
Der Rollwiderstand hängt in der Tat auch vom Laufraddurchmesser ab. Andere Faktoren sind Luftdruck und Reifenbreite. Ein breiter Reifen läft bei gleichem Druck leichter als ein schmaler. Hoher Luftdruck verringert den Rollwiderstand. Kleine Laufräder laufen weniger gut als große. Beim Birdy können wir einiges wieder wett machen, weil wir die Reifen wirklich hart aufpumpen können. Die 40 mm breiten Birdy-Reifen können wir ohne weiteres auf 6 bar Überdruck bringen. Der durch den hohen Reifendruck fehlende Komfort stört uns nicht, weil wir ja vorn und hinten eine gute Federung haben.
Freihändiges Fahren ist mit dem Birdy nicht möglich. Das liegt nicht an einer mangelnden Stabilität des Rahmens, sondern an dessen Geometrie in Verbindung mit den kleinen Laufrädern. Eine Geometrie, die das freihändige Fahren erlauben würde, würde dem Birdy die Agilität rauben.
Für die Hinterradfederung sind verschiedene Elastomere erhältlich. Das serienmäßig eingebaute rote kann durch ein weicheres (gelbes) oder ein härteres (grünes) getauscht werden. Dies ist schnell und einfach ohne Werkzeug möglich.
Zur strafferen Abstimmung der Vorderradfederung ist ein härteres Elastomer erhältlich.
Natürlich, es gibt noch viele andere Falträder. Ob diese eine wirkliche Alternative zum Birdy sind, muss jeder selbst für sich entscheiden.
Auf dem Brompton fährt es sich im Vergleich zum Birdy ganz anders. Das Brompton ist gemütlicher, weniger sportlich. Die Sitzposition ist mehr aufrecht, zumindest, wenn man mit einem Birdy mit Allround-Vorbau vergleicht. Mit dem Komfort-Vorbau mit Höhenverstellung (Standard am Birdy green) kann man eine ähnlich aufrechte Sitzposition erreichen.
Das Brompton hat 16"-Laufräder und ist lediglich mit 3-Gang-Nabenschaltung sowie der Kombination von 3-Gang-Nabenschaltung und des im Tretlager integrierten Zweigang-Getriebes von Schlumpf erhältlich, das man auch am Birdy nachrüsten kann. Relativ neu ist die 6-Gang-Schaltung mit zwei Ritzeln und der 3-Gang-Nabenschaltung. Das Birdy gibt es mit 7-Gang-Nabenschaltung, 7-Gang-Kettenschaltung und der 3x8-Schaltung, 9-Gang-Kettenschaltung und der 14-Gang-Nabenschaltung von Rohloff.
Das Brompton faltet perfekter. Das Paket ist kleiner und handlicher als beim Birdy. In dieser Disziplin ist das Brompton ungeschlagen, lediglich das Frog erreicht ein ähnliches Packmaß. Im gefalteten Zustand rollt es auf zwei kleinen Rollen am Gepäckträger.
Die Gepäckmitnahmemöglichkeiten beim Brompton sind besser. Die Grundausstattung (Gepäckträger, Schutzbleche, Beleuchtung ist beim Brompton umfangreicher.
Dafür ist das Birdy leichter und hat im Gegensatz zum Brompton auch eine Vorderradfederung.
Das Birdy ist das einzige Faltrad, das vorn und hinten gefedert ist.
Kurz gesagt: Beim Brompton steht das Falten vor dem Fahren, beim Birdy ist es umgekehrt.
Die Bike Friday-Falter sind mit 20"-Laufrädern ausgestattet (Birdy: 18"). Sie sind ungefedert und haben ein größeres Packmaß als das Birdy. Wenn sie teilweise zerlegt werden, passen sie in einen Koffer.
Ein Bike Friday kann mit gewöhnlichen Packtaschen beladen werden.
Das Bernds ist ein eher sportliches Faltrad mit 20"-Laufrädern (Birdy: 18"). Der Rahmen ist aus Stahl und wie beim Birdy ohne Faltgelenk im Hauptrahmen. Das Faltmaß beträgt 90 x 75 x 25 cm, ist also größer als das Birdy. Das Gewicht liegt je nach Modell zwischen 12,2 und 13,8 kg. Das Bernds besitzt eine Hinterradfederung und kann mit Riemenantrieb mit 7-Gang-Nabenschaltung ausgestattet werden. Dieser Antrieb muss nicht gefettet werden, ist daher immer sauber. Für das kleinstmögliche Packmaß muss das Vorderrad ausgebaut werden. Vom Bernds ist der Rahmen separat erhältlich, so dass man sich ein individuelles Modell aufbauen (lassen) kann. Insgesamt sind die Anpassungs- und Einstellungsmöglichkeiten beim Bernds größer als beim Brompton oder Birdy.
Im Gegensatz zum Birdy passt das Bernds nur mit Mühe in einen Smart.
In Nahverkehrszügen steht das Birdy problemlos im Eingangsbereich. Alternativ kannst du es auch auf die Gepäckablage legen. Dort ist es ratsam, das Birdy mit einem kleinen Spanngurt (z.B. Pedalriemen) zu sichern. Einige Birdy-Fahrer schonen ihr Birdy durch die Unterlage eines Pullovers.
Im IC gibt es in den Großraumwagen direkt an der Tür Stellplätze für Koffer. Dort passt auch das Birdy hinein.
Im ICE kann das Birdy im Großraumwagen im Eingangsbereich stehen bleiben (Bild). Dort passt auch die Mini-Bar vorbei. Auch am Behinderten-Platz ist genügend Raum vorhanden. Eine weitere Möglichkeit ist, das Birdy in den Zwischenraum zwischen den Rücken an Rücken angeordneten Sitzen zu stellen.
Detaillierten Hinweisen für die Unterbringung im ICE haben wir eine spezielle Seite gewidmet.
Foto: Peter de Leuw

Ja, das Birdy passt ohne Schwierigkeiten in den kleinen Smart. Geschickt hereingestellt passen sogar zwei Birdys hinein.
Foto: Helge Hielscher
Die CC-Freunde berichten, dass ein Birdy auch in den Peugeot 307cc und 206cc passt:
ccfreunde.de: Birdy im 206cc
ccfreunde.de: Birdy im 307cc
Auch im B-Klasse-Mercedes kommt das Birdy unter, sogar sehr unauffällig. Getestet hat es Ulrich mit seinem Birdy green, Baujahr 2004, allerdings ohne Gepäckträger und ohne Schutzbleche, mit abnehmbaren EZY-Pedalen. Der höhenverstellbare Lenker steht auf der zweithöchsten Stufe. Versteckt wird es so:
Gepäckraumboden weit hochheben. Den an der linken Seitenwand befindlichen Arretierungsstöpsel mit Fingerdruck herauslassen. Der Deckel steht nun aufrecht und bedarf keiner weiteren Stütze. Birdy wie üblich falten und darauf achten, dass schlussendlich das Lenkerende über die Sattelspitze zu liegen kommt. Birdy mit dem Vorderrad nach unten und mit dem Sattel links in Richtung Fahrzeugende in die Reserveradkuhle legen. Das nach oben stehende EZY-Pedal (das andere Pedal kann dran bleiben) abnehmen und seitlich ablegen. Den Bodendeckel sanft fallen lassen. Das Birdy hat sein (Dreck)-Nest gefunden. Fotos erübrigen sich, denn das Birdy ist entschwunden ...
Flugerfahrene Birdy-Fahrer sagen: Ja. Allerdings ist es dringendst zu empfehlen, das Birdy sehr gut zu verpacken oder in einem festen Koffer aufzugeben. Gibt man es im Birdy-Rucksack oder der Hülle ohne weiteren Schutz ab, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass man es nach der Ankunft erst einmal reparieren muss - sofern man ab Ziel überhaupt Ersatzteile bekommt. Die Möglichkeiten im Einzelnen und was man beachten muss, haben wir im Kapitel "Mobil mit dem Birdy" zusammengefasst.
Wenn man sich entschlossen hat, ein Birdy zu kaufen dürfte die Entscheidung für das Modell die Schwierigste sein.
Hilfestellung gibt unsere Kaufhilfe zusammengetragen. Auch die Klassifizierung von Falträdern gibt wichtige Hinweise zur Wahl des richtigen Modells.
Ja, man kann, das ist kein Problem. Ich bin mit meinem Birdy schon Touren um 100 km Länge gefahren. Die meisten Strecken sind bei mir allerdings zwischen 5 und 15 km lang.
Um die Leistungsfähigkeit des Birdys zu dokumentieren, haben wir einige "Superlative" zusammengetragen.
Zusätzlich zur speziellen Rahmentasche des Herstellers am Oberrohr können handelsübliche Fahrradtaschen verwendet werden. Am Lowrider passen z.B. die Ortlieb-Frontroller, an den Hinterradgepäckträgern passen sowohl die Ortlieb-Frontroller und aufgrund des weiten Verstellbereichs der Haken gerade noch die Ortlieb-Backroller. Allerdings sollte man testen, ob für die Füße noch genug Platz bleibt.
Summe: Zumindest gewichtsmäßig können ca. 20 kg transportiert werden!
Eine Grenze ergibt sich viel eher bei den Umsteigevorgängen zu anderen Verkehrsmitteln durch die eigene begrenzte Transportleistung: Das zusammengefaltete Birdy und 5 Taschen zu tragen ist - genau wie bei anderen Fahrrädern auch - nicht gerade handlich zu nennen. Vielerorts lässt sich aber das Rad mal eben auseinanderfalten und mit dem Gepäck schieben.
riese und müller bietet zahlreiches nützliches Zubehör speziell für das Birdy an.
Eine Übersicht ....
Der rahmenfeste Gepäckträger gehört zur gefederten Masse. Das daran befestigte Gepäck ist also gefedert. Die Federung wird wenig beeinflusst. Er klappt beim Falten automatisch herunter und bewirkt beim Auseinanderfalten die Einstellung der korrekten Sattelhöhe auf Anhieb. Der rahmenfeste Gepäckträger darf mit 12 kg belastet werden.
Der an der Schwinge montierte Gepäckträger SL gehört zur ungefederten Masse. Das Gepäck wird also durchgeschüttelt. Die Federung wird durch das Gepäck beeinträchtigt. Der Träger klappt mit dem Hinterrad um, so dass das gefaltete Rad auf dem Gepäckträger steht. Die Belastbarkeit ist 12 kg.
Seit dem Modelljahr 2002 gibt es den Expeditionsgepäckträger. Zunächst passte er nur an das Birdy grey, ab Modelljahr 2003 passt er an alle Birdy-Modelle. Der Expeditionsgepäckträger ist rahmenfest montiert und trägt bis 15 kg.
Seit 2000 gibt es einen Lowrider, der an den Gabeln mit Gewindeöse (ebenfalls seit 2000 an den Birdys montiert) befestigt werden kann. Tragfähigkeit: bis 10 kg
Ja, das ist möglich. Infos dazu direkt beim Hersteller:
speed-drive
high-speed-drive
mountain-drive
Wer die Übersetzungen und Entfaltungen nachrechnen möchte, kann dazu unseren Übersetzungsrechner verwenden. Die Excel 97-Datei ist vorbereitet für alle gängigen Gangschaltungen sowie für die 14-Gang-Nabe von Rohloff, SRAM DualDrive und das speed-drive Tretlagergetriebe von Schlumpf.
Theoretisch kann man den Yak an das mit den Kupplungsstücken für die Shimano-Nabe an das Birdy green und mit den serienmäßigen Schnellspannachsen an das Birdy red und black hängen. Für das Birdy blue mit der 3 x 7-Gangschaltung gibt es keine Kupplung.
Hartwig Leuer fährt regelmäßig mit dem Yak am Birdy und hat dafür auch den Seitenständer modifiziert, der sonst mit der Deichsel ins Gehege kam.
Auch Peter de Leuw hat den Yak am Birdy gefahren. Er rät von dieser Kombination ab. Das Fahrgefühl ist sehr schwammig, da, selbst bei nur geringer Beladung, die Belastung senkrecht zur vorgesehenen Drehachse für das Schwingengelenk offensichtlich zu hoch ist. Allgemein wird bei einer Hinterradfederung von einrädrigen Anhängern abgeraten. Die Gelenke sind nicht für eine derartige Belastung ausgelegt.
Laut Gunnar Fehlau, riese und müller, ist das Birdy nur für zweispurige Anhänger mit Weberkupplung freigegeben.
Die Bromptonauten planen einen Einspuranhänger für das Brompton, der auch für das Birdy interessant sein könnte. Von Oxtail bicycle trailers gibt es einen einspurigen Hänger, der an der Sattelstütze angekuppelt wird. Dieser Hänger ist in Grenzen faltbar. Die Kupplung stört allerdings beim Falten und muss abgeschraubt werden.
Laut Gunnar Fehlau, riese und müller, ist das Birdy für zweispurige Anhänger mit Weberkupplung freigegeben.
Nick J. Becker, Zwei plus Zwei (Hersteller und Vertrieb von Fahrradanhängern), schrieb dazu in unserer Mailingliste: "Erfahrungen mit Birdy und Anhänger (2-Spur) sind gut. Das nach vorne neigen [durch die kleinen Räder des Birdy] ist keine Problem. Die Sitzposition des Kindes (Sitzwinkel) verändert sich nur wenig: problemlos. Ein wenig aufpassen sollte man beim Auffahren auf Bordsteinkanten - dort kann es knapp werden. Von einem Verbiegen der Deichsel [zum Ausgleich der Neigung des Anhängers] können und müssen wir dringend abraten: Bruchgefahr!"

Ein Nabendynamo ist derzeit die Lichtmaschine am Fahrrad, die die beste Betriebssicherheit bietet. Das Faltmaß wird nicht vergrößert. Ein Nabendynamo als Serienausstattung ist seit Herbst 2004 zu bekommen. Es wird dann ein Modell von Shimano montiert, das allerdings nicht auf kleine Laufräder abgestimmt ist. Damit wird der 12-V-Scheinwerfer von Bumm gespeist, das Rücklicht wird weiterhin mit Batterien betrieben.
Man kann aber auch jeden anderen Nabendynamo, z.B. den für 20"-Räder ausgelegten SON20, in das Birdy einbauen. Das Vorderrad muss dazu neu eingespeicht werden. Weitere Hinweise ...
Foto: Peter de Leuw
Die üblichen Verschleißteile sind Standardteile, die überall erhältlich sind. Spezielle Ersatzteile und Zubehör gibt es bei jedem Händler, der Fahrräder von riese und müller im Sortiment hat.
Garantieansprüche werden grundsätzlich über den Händler abgewickelt. Vieles kann er selbst erledigen. Er entscheidet ggf., ob das Rad zu r-m geschickt werden muss. Auch außerhalb der Garantiezeit ist der Händler der Ansprechpartner für Reparaturen.
Ab Modelljahr 2002 haben alle Modelle "lebenslange", das heißt in der Praxis 25 Jahre, Gewährleistung auf Bruch von Rahmen und Hinterradschwinge.
Ab Modelljahr 1998 haben alle Modelle 5 Jahre Gewährleistung auf Bruch von Rahmen und Hinterradschwinge sowie 2 Jahre auf die Komponenten.
Birdys vor 1998 hatten eine gesetzliche Gewährleistung von einem halben Jahr.
Grundsätzlich ist es ratsam und oft erfolgreich, bei Defekten an Rahmen und Schwinge die Reparatur auf dem Kulanzwege zu versuchen.
riese und müller verkaufen ihre Räder nicht direkt, sondern nur über den Fachhandel.
Natürlich sollte das angebotene Rad dem Preis entsprechend erhalten sein und keine Einschränkungen in der Funktion aufweisen. Da ein Birdy heute anders aussieht als vor ein, zwei oder gar fünf Jahren, ist es wichtig die Unterschiede zu kennen - und zu beurteilen, ob man auf ein Merkmal, das für ein aktuelles Birdy selbstverständlich ist aber vom Gebrauchten nicht geboten wird, besonderen Wert legt. Vielleicht ist das Merkmal ja auch ohne großen Aufwand nachrüstbar? Die Veränderungen im Rahmen der Modellpflege haben wir im Changelog zusammengefasst.
Außerdem wurden im Laufe der Zeit einige Schwachstellen ausgebügelt. Einen Überblick gibt es bei den Bugs.
www.birdy-freunde.de/faq/index.html - ausgedruckt am 10.03.2010